Fußball gehört zu den beliebtesten Sportarten auf der ganzen Welt und ist eine der bekanntesten Mannschaftssportarten überhaupt. Dabei finden sich im Fußball auch viele interkulturelle Einflüsse. Im Fußball finden sich Spieler aus unterschiedlichen Ländern, unterschiedlichen Aussehens, unterschiedlichen Alters, unterschiedlichen ethnischen Vorstellungen und unterschiedlicher Religion. Der Mannschaftsgeist und die Zielstrebigkeit der Spieler werden allerdings einige Male durch rassistische Vorfälle getrübt.
Rassismus im Fußballsport
Die Hooligan-Bewegung, die sich in den 1960er Jahren in England bildete ist nur eines der zu erwähnenden Beispiele, die den Rassismus im Fußballsport beschreibt. Die rassistische Bewegung zwischen Fans und Spielern ist jedoch nicht nur ein Thema der Vergangenheit, sondern zeigt sich auch immer noch in der heutigen Zeit. Während des Euro 2008 Qualifikationsspiels zwischen Italien und Kroatien, gab es kroatische Fans, die während des Spiels ein demonstratives, menschliches Hakenkreuz formten. Im selben Jahr beim Uefa Cup Spiel Zenit St. Petersburg gegen Olympique Marseille wurden drei schwarze Spieler aufgrund ihrer Hautfarbe gedemütigt und beleidigt. Rassistische Parolen standen dabei an der Tagesordnung, die Fans bewarfen die Spieler mit Bananen und imitierten Affengeräusche. Doch der Rassismus im Fußballsport verdeutlicht sich nicht nur durch psychische, sondern auch durch physische Gewalt. Der aus Simbabwe stammende Spieler Mike Tamvaniere, Spieler eines serbischen Fußballclubs, erlebte rassistische Beleidigungen und anschließende Attacken durch Neonazis im Jahr 2006 am eigenen Leib.
Woher kommen diese rassistischen Spannungen?
Toleriert werden sollte ein solches Verhalten definitiv nicht, gerade nicht im Fußballsport, wo es doch eigentlich darum geht, dass man mit Ehrgeiz, Zielstrebigkeit, Können und Teamgeist etwas erreichen kann, ganz gleich, welcher Nation man angehört oder welche Farbe seine Haut hat. Die Spannungen zwischen Fans und Spielern, die sich aufgrund rassistischer Äußerungen und Vorfälle immer einmal wieder äußern, finden jedoch ihre fundierte Basis in den verschiedenen Mannschaften. Es ist nicht die Tatsache, dass eine Mannschaft aus verschiedenen Nationen besteht, sondern viel mehr das Fan-Sein, dass die rassistischen Spannungen schafft. Fan sein heißt, eine Mannschaft voll und ganz zu unterstützen und sie über alles andere und auch jeden anderen zu stellen. Fans lassen sich einvernehmlich kategorisieren, jedoch muss man bedenken, dass die vielen Fantypen und Fangruppen auch einmal Konflikte auslösen können. Es besteht eine regelrechte Feindschaft zwischen einzelnen Fangruppen, und diese lässt sich leichter dadurch zeigen, indem man die Spieler in aller Öffentlichkeit beleidigt als seine Meinung gegenüber den Fans einer anderen Mannschaft kundzutun.
Kann man etwas gegen diese rassistischen Vorfälle tun?
Völlig beseitigen kann man die rassistischen Spannungen natürlich nicht, jedoch sollte sich jeder ins Gewissen rufen, dass niemals etwas für seine Herkunft kann und man einen Menschen immer noch aufgrund seiner Identität und nicht seiner Nationalität begegnen sollte. Das Schönste am Fußball ist doch immer noch die Liebe zum Sport, sowohl für die Spieler als auch für die Fans. Und man kann ebenso gut Fan einer Mannschaft seine, ohne andere Mannschaften und Spieler zu diffamieren. Trotz alledem sind die genannten Vorfälle eher Ausnahme. Auch die Bundesliga setzt sich mit ihren Spielern und Vereinen für Toleranz und gegen Rassismus im Fußballsport ein, unter anderem auch mit dem Netzwerk FARE, das für das Einsetzten gegen Diskriminierung gegründet wurde. Seit 1997 ist die Initiative bereits in ganz Europa tätig.
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