Mobbing im Beruf – was können Betroffene tun?

Der Artikel erläutert was Mobbing-Opfer im Beruf unternehmen könnenMobbing scheint in vielen Betrieben schon fast zum Berufsalltag zu gehören. Den Betroffenen wird dabei übel mitgespielt und hinterlässt im Ernstfall bleibende Spuren bei ihnen. Doch was kann der Betroffene tun um sich aus dieser scheinbar aussichtslosen Situation zu retten, und was sollte er besser lassen?

Mobbing und seine Folgen

Mobbing steht gewissermaßen für das Ziel, jemanden von seinem Arbeitsplatz wegzudrängen. Hierfür werden die verschiedensten Techniken angewandt, die alle einen persönlichen Angriff auf die betreffende Person darstellen. Häufig wird diese Person ausgegrenzt, beleidigt, kritisiert, verleumdet und ihr werden wichtige Informationen vorenthalten. Gerade auf lange Sicht gesehen führt Mobbing zu schweren psychischen und physischen Beschwerden, sehr häufig sind das zum Beispiel Beklommenheit, Alpträume, Magenbeschwerden, häufige Erkältungen, Angstzustände und Depressionen. Hierdurch kommt es zu einem deutlichen Leistungsabfall und einer gestiegenen Anzahl an Fehltagen, woraufhin der Chef den Druck auf das Opfer verstärkt. Aber nicht nur im Berufsleben wirken sich die Folgen aus – die Betroffenen verändern sich auch im Privatleben und in vielen Fällen kommt es zum Verlust des sozialen Umfeldes. Für das Mobbingopfer ist es also enorm wichtig, dass etwas dagegen getan wird. Je früher sich der Betroffene beginnt zu wehren, desto weniger ist mit den Folgen zu rechnen und umso mehr kann er einen kühlen Kopf bewahren.

Die Möglichkeiten gegen Mobbing

Der wohl wichtigste Punkt ist, dass der Betroffene selbst aktiv wird. Das bedeutet, er sollte sich selbst um die Verbesserung der Situation kümmern und nicht einfach darauf warten und hoffen, dass jemand anderes sich um die Angelegenheit kümmert. Agieren statt nur reagieren lautet das Motto. Dieses kann im besten Fall schon alleine dazu führen, dass das Mobbing aufhört. Zumindest wird es dem Opfer Selbstbewusstsein und Kraft geben, mit der Situation zurecht zu kommen.

Eine Art Mobbing-Tagebuch kann helfen: Dieses sollte alles dokumentieren, was im Bereich des Mobbings passiert. Die Angaben sollten mit dem genauen Zeitpunkt, Datum, Ort und der Aufzählung aller Mitbeteiligten versehen werden. Zudem sollten nach Möglichkeit Unterschriften von den Zeugen gesammelt werden. Nur in dieser Form haben die Dokumente auch vor höheren Instanzen Beweiskraft. In einigen Fällen kann ein Gespräch zwischen den beteiligten Personen eine Klärung mit sich bringen. Opfer und Täter sollten einen Termin vereinbaren, an dem sie in Ruhe über die Problematik sprechen können. Für beide Seiten ist es sehr wichtig, dass sie sich im Vorhinein genau überlegen, was und wie sie die Dinge ansprechen möchten. Kann keine Einigung erzielt werden und die Mobbingattacken gehen weiter, sollte das Opfer andere Personen ansprechen. Das kann der Vorgesetzte sein, aber auch zum Beispiel der Betriebsrat. Ist diese Maßnahme ebenfalls erfolglos, dann sollte man eine Beratungsstelle oder eine Selbsthilfegruppe aufsuchen. Hier werden mit einem weitere Möglichkeiten besprochen und bestenfalls eine zufriedenstellende Lösung gefunden. Den gerichtlichen Weg zu gehen sollte man sich dagegen gut überlegen. Für diesen braucht man eine stichhaltige Beweisführung und meistens führt er zu einer Beendigung des Arbeitsverhältnisses mit einer Abfindungszahlung. Je nach Lage der Situation ist er zum Teil aber auch unumgänglich. Hierfür sollte dann eine Beratung durch einen erfahrenen Rechtsanwalt stattfinden.

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