Die Gleichstellungsgesetze in Deutschland

Gleichstellungsgesetze in DeutschlandDie Gleichstellungsgesetze in Deutschland sind verfassungsrechtlich abgesichert und beinhalten unterschiedliche Gesetze, die die Gleichstellung von Bevölkerungsgruppen im täglichen Leben unterstützen und die rechtlich Grundlage für selbige bieten.Vor allem in der Arbeitswelt sind die Gleichstellungsgesetze enorm wichtig, um einen fairen Arbeitsmarkt zu schaffen, der allen Menschen Arbeit ermöglicht und sie nicht aufgrund von bestimmten Merkmalen diskriminiert.

Für Geschlechtergleichheit, gegen Diskriminierung

Das Gleichstellungsgesetz teilt sich im Wesentlichen in zwei Oberbereiche. Es regelt die einerseits die Gleichstellung von behinderten und nicht behinderten Menschen sowie die Gleichstellung von Mann und Frau innerhalb der Gesellschaft. Diese Gesetze sind erforderlich, damit Menschen geschaffen werden, wenn sie ungerecht behandelt werden oder sich diskriminiert fühlen. Die Gleichstellungsgesetze sorgen z.B. dafür, dass Betriebe, die Menschen mit Behinderungen einstellen zusätzlich subventioniert werden. Im öffentlichen Dienst sind die agierenden Behörden dazu verpflichtet, eine bestimmte Quote im Hinblick auf die Gleichstellungsgesetze zu erfüllen – sie müssen Menschen mit Behinderungen einstellen. Ebenso muss eine bestimmte Frauenquote erreicht werden. Trotz entsprechender Gesetzgebung besteht in Deutschland an vielen Stellen weiterhin Handlungsbedarf. Während andere europäische Länder bereits seit Jahrzehnten mit gutem Beispiel vorangehen, schreitet die Gleichstellung in Deutschland nur sehr langsam voran.

Inklusion – fit für die Zukunft

Im Dezember 2006 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Schrift verabschiedet, die für alle 148 UN-Mitgliedsstaaten gilt. Dieses Papier soll die Eingliederung und Integration von behinderten Menschen innerhalb der Gesellschaft fördern. Seit März 2009 greift diese Vereinbarung auch in Deutschland. Die Integration fängt bei der Schulbildung an. Behinderte Kinder sollen die Möglichkeit haben, gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern die gleiche Schule zu besuchen und dort gemeinsam unterrichtet werden. Bis dato gibt es in Deutschland nur sehr wenige Schulen, die dieses Modell tatsächlich praktizieren. Dabei spricht der Erfolg dieser Unterrichtsmethode von behinderten und nicht behinderten Schülern für sich. Für die Kinder ist der Umgang miteinander selbstverständlich und sie helfen ihren Mitschülern im Unterricht. Eine weitere Lehrkraft betreut die behinderten Kinder zusätzlich im Unterricht.

Den Alltag gestalten

Neben der Möglichkeit, eine angemessene Bildung zu genießen und einen geeigneten Studienplatz oder Arbeitsplatz zu finden, ist für behinderte Menschen auch die Teilnahme am öffentlichen und kulturellen Leben wichtig. Damit eine gleichberechtigte Gesellschaft entsteht, regelt die UN-Konvention gleichermaßen das Recht auf die so genannte Barrierefreiheit. Menschen mit Behinderungen sollen ihren Wohn- und Aufenthaltsort genauso frei wählen können wie nicht behinderte Menschen, ohne dabei Einschränkungen zu haben. Der Bau und die Gestaltung von Transportmitteln, Gebäuden und Straßen spielt hierbei eine ganz entscheidende Rolle. Auch im Internet bei der Gestaltung von Webseiten spricht man von Barrierefreiheit. Barrierefrei programmierte Webseiten ermöglichen z.B. Menschen mit einer Hör- oder Sehbehinderung, die Inhalte abrufen zu können. Neben den zahlreichen Gesetzen ist jedoch auch der einzelne Bürger gefragt, um eine gleichberechtigte Gesellschaft zu gestalten. Die ehrenamtliche Arbeit in Einrichtungen für Behinderte ist ein etabliertes und sehr nachhaltiges Modell für das tägliche Leben.

Ähnliche Beiträge:

Tags: , ,